Gedanken zur Jahreslosung 2012

Jahreslosung 2012Jahreslosung im Verlag am Birnbach

Was kommt auf uns zu im neuen Jahr? Persönlicher Erfolg oder Scheitern. Zufriedenheit oder Frust, weil andere mehr können und verdienen und mehr leisten? Die Jahreslosung ermutigt uns, gemeinsam mit dem Apostel Paulus zu sagen: „Möglich, dass andere mehr zu bieten haben als ich, aber darauf kommt es nicht an, denn Jesus Christus hat auch zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Was auch immer auf uns zukommen mag im neuen Jahr, dieses Wort Christi tröstet uns und gibt Kraft.

Paulus schreibt diese Worte Jesus, zu einer Zeit, als seine Autorität als Apostel wegen seiner körperlichen Schwäche in Frage gestellt wurde. Einer Schwäche, unter der er sehr leidet. Dreimal hat er um Heilung gebeten. Vergeblich und so schreibt er an die Korinther: "Der Herr hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig." Schwachheit ist kein Makel, vor Gott darf ich schwach sein. Ja, er gebraucht immer wieder Menschen, die krank oder in anderer Weise schwach sind.

Die Jahreslosung 2012

Jesus Christus spricht: "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."
2. Korinther 12,9

Wörtlich übersetzt heißt der Vorsatz zur Jahreslosung: Meine Gnade genügt dir. Also nicht, dass wir unsere Leiden demütig ertragen sollen, sondern es ist eine Zusicherung Jesu Christi: „Meine Gnade genügt dir in jedem Fall! Alles, worauf es ankommt, das gebe ich dir. „Seine Liebe und Gnade befreit uns von Sünde, Schuld, Elend und Tod. Er nimmt alle Last, die auf mir liegt weg, er, der uns den Weg zu Gott frei macht will uns gebrauchen und dazu bereit-machen.“ Gut, unsere tägliche Last und Mühsal bleiben, im alten wie im neuen Jahr. Aber alles, was uns runterzieht, Schuld, Sünde, Elend und Tod, das trägt Jesus für uns. Das Wort vom Kreuz ist, heilsam, tröstend und ermutigend. Oft scheitern wir, aber zu allem, zu dem Jesus uns beruft, macht er uns durch seine Kraft auch brauch-bar, sei es als Eltern und Partner, als Berufstätige oder als Ehrenamtliche.


Dass wir Schwächen haben, körperliche, charakterliche, geistige, ist unser Menschsein und so werden wir auch im neuen Jahr immer wieder das Empfinden haben, wir seien Unvollkommen, aber gerade in unserer Schwäche erfahren wir Gottes Kraft und diese Kraft meint nicht Geld und Gut, nicht Macht und Stärke, sondern Dienst für Christus, Leben in seiner Nachfolge. Mit Gottes Kraft können unscheinbare Menschen die Welt verändern, wie durch den kranken Apostel Paulus, der die Erlösung vom Kreuz, trotz Entbehrungen und Bedrohungen predigte. Durch diese Kraft fiel die Mauer in Berlin. „Auf alles waren wir vorbereitet“, so ein Stasi Offizier, „nur nicht auf Kerzen und Gebete“. Was ist schon die Kraft und die Macht dieser Welt gegen die Kraft, die den Stein von Jesu Grab wälzte, die Kraft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe?! Nehmen sie diese Kraft mit ins neue Jahr 2012.

Wilfried Koch