Die Kirchengemeinde Sülbeck

Am Hang der Bückeberge gelegen, bietet die Kirchengemeinde Sülbeck herrliche Ausblicke in die norddeutsche Tiefebene, welche an besonders klaren Tagen weit über das Steinhuder Meer hinaus reichen.

Der zur Gemeinde gehörende Ort Liekwegen war vor der Kreisreform 1977 Teil des Altkreises Grafschaft Schaumburg. Davon zeugen die alten Grenzsteine mitten in der Gemeinde sowie die über einen langen Zeitraum hinweg gesondert geführten Kirchenbücher. Die viel befahrene Bundesstraße 65 verläuft  mitten durch die Gemeinde und teilt diese in zwei Hälften.


Gemeindeleben

Das lebendige Gemeindeleben zeichnet sich insbesondere durch die große Anzahl von ehrenamtlich Mitarbeitenden in den verschiedenen Bereichen der Gemeindearbeit aus. Diese organisieren Angebote in Gruppen und Kreisen für Jung und Alt, schwerpunktmäßig in der musikalischen Arbeit des Posaunenchores, Kirchenchores und des Gospelchores.

Besondere Angebote im Bereich des Gottesdienstes stellen regelmäßige Familiengottesdienste mit Tauferinnerung, sowie „UPTODATE-Gottesdienste“ und die Thomasmesse dar. Diese Gottesdienste richten sich vor allem an Gemeindeglieder und Interessierte, die üblicherweise nicht in die Kirche kommen, oder mit der klassischen Gottesdienstform bestehend aus Liturgie und Gesang wenig anfangen können. 

Im Bereich des Konfirmandenunterrichts setzt die Kirchengemeinde Sülbeck bereits seit vielen Jahren auf die ehrenamtliche Mitarbeit der Eltern in einem Konfirmandenmodell bei dem die Kinder bereits in der vierten Klasse zum Unterricht kommen (KU 4).

Geschichte

Die Gemeinde war über lange Zeit vom Bergbau geprägt. Dies zeigt sich heute noch in den unter Denkmalschutz stehenden Abraumhalden sowie einigen Ortsnamen wie z.B. „Flautstollen“ oder Sülbecker Brand“.

Die Kirche „Zum Heiligen Kreuz“ stammt in ihren Anfängen aus dem 13. Jahrhundert. Im inneren der Kirche wurde das Mittelstück (Kirchenschiff) mit seinen Spitzbogenfenstern 1860 aus Obernkirchener Sandstein angebaut. Wertvollstes Kunstwerk ist das große Kreuz im Altarraum mit Christus in Lebensgröße. Die Figur, die um 1175 geschaffen wurde und lange unbeachtet in der Uhrenkammer des Turms gelegen hatte, wurde um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert wiederentdeckt.